| Sowjetische Flussumleitung | Sibirische Flüsse wie Ob/Irtysch sollten nach Zentralasien geleitet werden, um Landwirtschaft zu versorgen und den Aralsee indirekt zu stabilisieren. | 1986 gestoppt | Permafrost, Arktischer Ozean, gewaltige ökologische Rückkopplungen |
| NAWAPA | Wasser aus Alaska und Kanada über Dämme, Kanäle und Tunnel in den trockenen Südwesten der USA und nach Mexiko umleiten. | Nicht gebaut | Kontinentale Eingriffstiefe, Kosten, kanadische Souveränität |
| Transaqua | Wasser aus dem Kongobecken über einen sehr langen Kanal zum Tschadsee bringen. | Immer wieder diskutiert | Ökologie des Kongobeckens, Kosten, regionale Politik |
| Qattara-Senke | Mittelmeerwasser in eine tiefe ägyptische Senke leiten, Verdunstung nutzen und Strom erzeugen. | Ungebaut, mehrfach untersucht | Versalzung, Ökosysteme, Baukosten; teils wurden sogar Nuklearsprengungen erwogen |
| China Süd-Nord-Wassertransfer | Wasser aus dem Süden Chinas über mehrere Routen in den trockenen Norden transportieren. | Teilweise gebaut und in Betrieb | Umsiedlungen, Wasserqualität, neue Abhängigkeiten statt Verbrauchsreduktion |
| Great Man-Made River | Libyen pumpt fossiles Grundwasser aus tiefen Aquiferen durch riesige Pipelines in Städte und Landwirtschaft. | Gebaut | Nicht erneuerbares „prähistorisches“ Wasser, Kriegsschäden, Langfristigkeit |